🐱 Getreidefreies Katzenfutter – sinnvoll oder Marketing? (2026)

Getreidefreies Katzenfutter liegt seit Jahren im Trend. Viele Hersteller werben mit „grain free“, „naturnah“ oder „artgerecht“. Doch stellt sich die Frage: Ist Getreide wirklich schädlich für Katzen – oder handelt es sich vor allem um ein geschicktes Marketinginstrument?

In diesem Ratgeber erfährst du, wann getreidefreies Katzenfutter sinnvoll sein kann, welche Missverständnisse es gibt und worauf du beim Kauf wirklich achten solltest.


Was bedeudet ,,getreidefrei “ eigentlich genau?

Der Begriff „getreidefrei“ bedeutet zunächst nur, dass kein klassisches Getreide wie Weizen, Mais, Reis oder Gerste im Futter enthalten ist.

Viele Katzenhalter verbinden damit automatisch eine hÜhere Qualität oder eine artgerechtere Ernährung. Doch der Begriff sagt allein noch nichts ßber die gesamte Zusammensetzung aus.

Denn Getreide kann im Futter durch andere Kohlenhydratquellen ersetzt werden – zum Beispiel durch Kartoffeln, Erbsen oder Tapioka. Entscheidend ist also nicht nur, ob Getreide enthalten ist, sondern wie hoch der Fleischanteil ist und wie ausgewogen die Rezeptur insgesamt ausfällt.



Getreidefreies Katzenfutter mit hohem Fleischanteil

Warum ist Getreide Ăźberhaupt im Katzenfutter?

Getreide wird in vielen Futtersorten aus mehreren GrĂźnden eingesetzt:

  • Als gĂźnstiger Energielieferant
  • Zur besseren Formbarkeit bei Trockenfutter
  • Als FĂźllstoff
  • Zur Kostensenkung

Typische Getreidesorten im Katzenfutter sind:

  • Weizen
  • Mais
  • Reis
  • Gerste

FĂźr Hersteller ist Getreide deutlich gĂźnstiger als Fleisch. Deshalb findet man es vor allem in preiswertem Futter.


Wie viel Getreide ist problematisch?

Nicht jede kleine Menge Getreide ist automatisch schädlich. Problematisch wird es vor allem dann, wenn Getreide einen hohen Anteil im Futter einnimmt.

Ein hoher Getreideanteil kann dazu fĂźhren, dass:

– Der Fleischanteil sinkt

– Der Proteingehalt aus tierischen Quellen geringer wird

– Die Nährstoffzusammensetzung unausgewogen ist

– Die Katze mehr Kohlenhydrate aufnimmt als biologisch sinnvoll

Katzen sind obligate Karnivoren. Ihr Verdauungssystem ist auf tierisches Protein spezialisiert – nicht auf große Mengen pflanzlicher Energiequellen.



Vergleich getreidefreies Katzenfutter und Katzenfutter mit Getreide

Ist Getreide schlecht fĂźr Katzen?

Katzen sind obligate Karnivoren – also reine Fleischfresser. Ihr Verdauungssystem ist primär auf tierisches Protein ausgelegt.

Das bedeutet aber nicht automatisch, dass kleine Mengen Getreide giftig oder grundsätzlich schädlich sind.

Wichtig ist:

  • Katzen benĂśtigen kein Getreide
  • Sie kĂśnnen kleine Mengen meist verdauen
  • Problematisch wird es bei hohem Anteil

Ein hoher Getreideanteil kann dazu fĂźhren, dass:

  • Der Fleischanteil sinkt
  • Der Proteinwert schlechter wird
  • Die Zusammensetzung unausgewogen ist

Getreide ist also nicht per se gefährlich – aber oft ein Hinweis auf minderwertige Rezepturen.


Wann getreidefreies Katzenfutter wirklich sinnvoll ist

Getreidefreies Futter kann sinnvoll sein bei:

  • Nachgewiesenen Futtermittelunverträglichkeiten
  • Allergien gegen bestimmte Getreidesorten
  • Empfindlicher Verdauung
  • Sehr hohem Energiebedarf bei gleichzeitigem Fokus auf Protein

In solchen Fällen kann eine getreidefreie Rezeptur helfen, Beschwerden zu reduzieren.

Aber:

Nicht jede Katze braucht automatisch getreidefreies Futter.


Typische Marketing-Tricks der Hersteller

„Grain free“ klingt hochwertig. Doch oft passiert Folgendes:

Getreide wird ersetzt durch:

  • Kartoffel
  • Erbsen
  • Süßkartoffel
  • Tapioka

Das Produkt ist dann zwar getreidefrei – aber weiterhin kohlenhydratreich.

Viele Halter denken:

Getreidefrei = Fleischreich

Das stimmt nicht automatisch.

Deshalb solltest du immer auf die gesamte Zusammensetzung achten – nicht nur auf ein Schlagwort auf der Verpackung.


Woran erkennt man wirklich hochwertiges Katzenfutter?

Statt nur auf „getreidefrei“ zu achten, solltest du die gesamte Zusammensetzung des Futters prüfen.

Ein hochwertiges Katzenfutter erkennst du an folgenden Punkten:

• Klar deklarierter Fleischanteil (z.B. „70 % Huhn“ statt „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“)

• Hoher Anteil tierischer Proteine

• Transparente Zutatenliste

• Keine künstlichen Farb- oder Konservierungsstoffe

• Keine versteckten Zuckerarten

Je genauer die Deklaration, desto hochwertiger ist das Futter in der Regel. Unklare Sammelbegriffe sind häufig ein Hinweis auf minderwertige Rohstoffe.


Worauf du bei getreidefreiem Katzenfutter achten solltest

Achte besonders auf:

  • Fleischanteil (klar deklariert)
  • Hochwertige tierische Proteinquellen
  • Keine versteckten Zuckerarten

Wenn dich das Thema Zucker interessiert, lies auch unseren Ratgeber zu

👉 Katzenfutter ohne Zucker 2026

Getreidefrei bringt wenig, wenn gleichzeitig Zucker enthalten ist.


Unsere Empfehlung: Achte nicht nur auf „getreidefrei“, sondern auf eine transparente Deklaration, einen hohen Fleischanteil und eine klare Zusammensetzung. Qualität erkennt man nicht am Werbeversprechen, sondern an der Zutatenliste


Getreidefrei heißt nicht automatisch hochwertig

Ein Futter kann:

  • Getreidefrei sein
  • Teuer sein
  • „Premium“ heißen

Und trotzdem eine schwache Zusammensetzung haben.

Deshalb gilt:

Wichtiger als „getreidefrei“ ist:

  • Hoher Fleischanteil
  • Transparente Deklaration
  • Sinnvolle Nährstoffzusammensetzung

👉 Katzenfutter ohne Zucker 2026 https://haustier-gadget-test.de/katzenfutter-ohne-zucker-2026-worauf-du-wirklich-achtes-solltest/
Getreidefreies Katzenfutter mit hohem Fleischanteil im Vergleich


Getreidefrei vs. hochwertig – der entscheidende Unterschied

Ein Futter kann getreidefrei sein und trotzdem minderwertig.

Beispiele:

– Geringer Fleischanteil

– Viele pflanzliche Ersatzstoffe

– Unklare Deklaration wie „tierische Nebenerzeugnisse“

– Versteckte Zuckerarten

Getreidefrei ist kein Qualitätsmerkmal – sondern lediglich ein Baustein.

Wichtiger sind:

– Ein hoher, klar deklarierter Fleischanteil

– Transparente Zutatenliste

– Keine versteckten Zuckerzusätze

– Sinnvolle Mineralstoff- und Vitaminzusammensetzung

Erst die Gesamtqualität entscheidet darßber, ob ein Futter wirklich hochwertig ist.


Welche Alternativen werden statt Getreide verwendet?

Wird Getreide aus dem Katzenfutter entfernt, ersetzen Hersteller es häufig durch andere pflanzliche Zutaten. Diese dienen meist als Energielieferant oder Bindemittel.

Typische Alternativen sind:

• Kartoffeln  

• Süßkartoffeln  

• Erbsen  

• Linsen  

• Kichererbsen  

• Tapioka  

Diese Zutaten sind zwar getreidefrei, enthalten jedoch ebenfalls Kohlenhydrate. Für Katzen ist jedoch nicht entscheidend, ob die Kohlenhydrate aus Getreide oder aus Hülsenfrüchten stammen – sondern wie hoch der gesamte Anteil im Futter ist.

Ein getreidefreies Futter kann also trotzdem einen hohen Kohlenhydratanteil haben. Deshalb solltest du immer die komplette Zusammensetzung betrachten und nicht nur das Schlagwort auf der Verpackung.


Ist getreidefreies Katzenfutter fĂźr jede Katze geeignet?

Nicht jede Katze benĂśtigt automatisch getreidefreies Futter.

FĂźr gesunde Katzen ohne Allergien oder Verdauungsprobleme ist ein geringer Getreideanteil meist unproblematisch.

Sinnvoll kann getreidefreies Futter sein bei:

• Futtermittelallergien

• Sensibler Verdauung

• Chronischem Durchfall

• Haut- oder Fellproblemen

Wichtig ist jedoch: Die Ursache sollte im Zweifel tierärztlich abgeklärt werden. Ein Futterwechsel allein lÜst nicht jedes Problem.


Getreide im Trockenfutter vs. Nassfutter – gibt es Unterschiede?

Vor allem bei Trockenfutter wird Getreide häufig eingesetzt. Der Grund: Getreide verbessert die Formbarkeit und Stabilität der Kroketten.

Bei Nassfutter spielt Getreide meist eine geringere Rolle, da die Konsistenz anders hergestellt wird. Dennoch kann auch hier Getreide als gĂźnstiger FĂźllstoff enthalten sein.

Wichtig ist:

• Trockenfutter enthält generell mehr Kohlenhydrate als Nassfutter  

• Nassfutter kommt der natĂźrlichen Ernährung einer Katze näher  

• Ein hoher Fleischanteil ist bei beiden Varianten entscheidend  

Viele Tierärzte empfehlen bei sensiblen Katzen eher hochwertiges Nassfutter mit hohem Fleischanteil.


Was sagen Tierärzte zur getreidefreien Ernährung?

Die meisten Tierärzte vertreten eine differenzierte Meinung zur getreidefreien Ernährung.

Getreide ist nicht automatisch schädlich. Problematisch wird es vor allem dann, wenn der Fleischanteil gering ist und das Futter ßberwiegend aus pflanzlichen Bestandteilen besteht.

Aus tiermedizinischer Sicht wichtiger als „getreidefrei“ sind:

• Hochwertige tierische Proteine  

• Eine ausgewogene Mineralstoffversorgung  

• Taurin in ausreichender Menge  

• Eine insgesamt artgerechte Zusammensetzung  

Getreidefreiheit allein macht ein Futter also nicht automatisch besser – entscheidend bleibt die Gesamtqualität.


Checkliste: So bewertest du getreidefreies Katzenfutter richtig

Damit du beim Kauf nicht nur auf Werbeversprechen hereinfällst, hilft eine einfache Checkliste.

PrĂźfe folgende Punkte:

1. Fleischanteil:

Liegt der Fleischanteil bei mindestens 60–70 %? Wird das Fleisch konkret benannt (z. B. „Huhn“, „Rind“)?

2. Proteinquelle:

Stammt das Protein Ăźberwiegend aus tierischen Quellen?

3. Deklaration:

Sind die Zutaten klar und transparent aufgefĂźhrt oder werden Sammelbegriffe verwendet?

4. Kohlenhydratquellen:

Wird Getreide lediglich durch andere pflanzliche Zutaten ersetzt?

5. Zuckerzusätze:

Sind versteckte Zuckerarten enthalten (z. B. Karamell, Glukosesirup, Inulin)?

6. Zusatzstoffe:

Enthält das Futter unnÜtige Farb- oder Aromastoffe?

Je mehr dieser Punkte positiv erfüllt sind, desto hochwertiger ist das Futter – unabhängig davon, ob es getreidefrei ist oder nicht.


Getreidefrei – Vorteile und Nachteile auf einen Blick

• Kann bei Allergien sinnvoll sein

• Häufig höherer Fleischanteil

• Weniger billige Füllstoffe

Nachteile:

• Oft teurer

• Kann trotzdem viele Kohlenhydrate enthalten

• Marketing wird häufig überbewertet


Wann solltest du auf getreidefreies Katzenfutter umstellen?

Ein Futterwechsel sollte niemals nur aus TrendgrĂźnden erfolgen. Sinnvoll ist eine Umstellung auf getreidefreies Katzenfutter vor allem dann, wenn konkrete Symptome auftreten.

Typische Anzeichen kĂśnnen sein:

• Wiederkehrender Durchfall  

• Blähungen oder empfindlicher Magen  

• Juckreiz oder Hautprobleme  

• Glanzloses Fell  

• Häufiges Erbrechen  

Treten solche Symptome auf, sollte zuerst eine tierärztliche Abklärung erfolgen. Erst danach ist ein gezielter Futterwechsel sinnvoll.

Wichtig: Eine Umstellung sollte immer schrittweise über 7–10 Tage erfolgen, damit sich die Verdauung anpassen kann.

Beginne mit 25 % neuem Futter und steigere den Anteil langsam. So vermeidest du unnĂśtige Verdauungsprobleme.

Fazit: FĂźr welche Katzen ist es sinnvoll?

Getreidefreies Katzenfutter ist sinnvoll:

  • Bei Allergien
  • Bei sensibler Verdauung
  • Wenn der Fleischanteil hoch ist

Nicht notwendig ist es:

  • Bei gesunden Katzen ohne Beschwerden
  • Wenn nur Marketing das Kaufargument ist

Entscheidend ist immer die Gesamtqualität des Futters.


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Häufige Fragen zu getreidefreiem Katzenfutter

Ist getreidefreies Katzenfutter gesĂźnder?

Nicht automatisch. Entscheidend ist die Gesamtqualität der Zutaten und der Fleischanteil.


KĂśnnen Katzen Getreide Ăźberhaupt verdauen?

Katzen kÜnnen kleine Mengen Getreide verdauen, benÜtigen es jedoch nicht als Nährstoffquelle.


Warum ist getreidefreies Futter oft teurer?

Weil Fleisch teurer ist als Getreide. Zudem wird „grain free“ häufig als Premium-Produkt vermarktet.


Was ist wichtiger – getreidefrei oder hoher Fleischanteil?

Der Fleischanteil ist deutlich wichtiger als die reine Abwesenheit von Getreide.

Die meisten Tierärzte vertreten eine differenzierte Meinung zur getreidefreien Ernährung.

Getreide ist nicht automatisch schädlich. Problematisch wird es vor allem dann, wenn der Fleischanteil gering ist und das Futter ßberwiegend aus pflanzlichen Bestandteilen besteht.

Aus tiermedizinischer Sicht wichtiger als „getreidefrei“ sind:

• Hochwertige tierische Proteine  

• Eine ausgewogene Mineralstoffversorgung  

• Taurin in ausreichender Menge  

• Eine insgesamt artgerechte Zusammensetzung  

Getreidefreiheit allein macht ein Futter also nicht automatisch besser – entscheidend bleibt die Gesamtqualität.


Getreidefreies Katzenfutter kann sinnvoll sein – muss es aber nicht.“

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